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Der Tag der AußenseiterRund 5000 Besucher erlebten spannende Trabrennen in HeideVom Trabrennen berichten: Anja Petersen und Frank Zabel Heide - Das Veranstalterteam rund um den ersten Vorsitzenden des Reit- und Traberclubs Ditmarsia durfte zufrieden sein: Das Trabrennen auf dem Fichtenhain lief reibungslos ab. Und es gab dicke sportliche Überraschungen. Wer beim Jubiläumsrenntag allein auf die Favoriten setzte, hatte meist schlechte Karten. Die norddeutsche Fahrer-Elite war zwar an den Start gegangen, hatte aber gestern kein Glück. So mussten sich Heiner Christiansen und Henning Rathjen mit hinteren Plätzen begnügen, und auch Manfred Walter gelang nur ein einziger Sieg. Stattdessen glänzte eine Frau: Katie Beer, seit zehn Jahren die erfolgreichste Frau im deutschen Fahrerlager. Die 30-Jährige ist bereits in Heide gefahren, hatte aber in den vergangenen Jahren keine Zeit, um am Rennen auf dem Fichtenhain teilzunehmen. Dieses Jahr aber hat sie die Zeit gefunden - und wurde belohnt. „Ich hatte mir schon gewisse Gewinnchancen ausgerechnet“, verriet die Frau aus Vechta (Niedersachsen) nach ihrem zweiten Sieg.
Auch beim Gästefahren triumphierte eine Frau: Kerstin Dedert aus Wesselburen gewann den Preis der Stadt Heide. Die 31-jährige Kundenberaterin der Sparkasse Hennstedt-Wesselburen war bereits im vergangenen Jahr an den Start gegangen. „Da habe ich bei Heiner Christiansen in Ostenfeld ganz oft trainiert“ - ein Sieg war allerdings damals nicht drin. Diesmal hatte Kerstin Dedert nur ein einziges Mal Gelegenheit zum Üben, dennoch gewann sie. Erster Gratulant war ihr Chef, Sparkassendirektor Gerd Sager.
Tagessieger wurde Hansjörg Gröber. Das Los musste entscheiden: Auch Thomas Reber und Jacobus Snoek hatten die gleiche Punktzahl erzielt.
Die Bilanz des Renntages konnte sich sehen lassen. Vereinsvorsitzender Dieter Abel zählte rund 5000 Besucher. An den Wettschaltern wurden insgesamt 102 000 Euro (2003: 75 000 Euro) umgesetzt, so viel wie noch nie zuvor am Heider Renntag. Grund dieses Rekord-Ergebnisses: Mehr als ein Drittel der Wetten kam von außerhalb. Erstmals wurden die Heider Rennen live per „Champions TV“ in Wettshops in ganz Deutschland übertragen, auch dort konnte gezockt werden. In Heide wurde mit 11 816 Wettscheinen ein Umsatz von rund 64 000 Euro
erzielt. Ergebnisse im Überblickausführliche Ergebnisübersicht hier ... Preis der Dithm. Volks- und Raiffeisenbank: Preis der Firma Trede & Von Pein, Itzehoe: Preis der Firma Eider-Landgeräte, Weddingstedt: Preis der Dithmarscher CDU-Nord/Karsten Jasper: Preis der Stadt Heide: Preis der Sparkasse Hennstedt-Wesselburen: Preis der Firma Zietz GmbH & Co.KG, Ostenfeld: Preis der Burmeister Getränke-Ind., Heide: Preis v. Autohaus am Ring, Volvo, Heide/Husum/Itzehoe: Preis vom Autohaus Olde, Heide/Itzehoe: Dithmarscher-Brauerei-Pokal: Preis der Nord-Dental GmbH, Albersdorf: Preis des Reitstalles Werner Busse, Heide: Am Rande der RennbahnEr startete im siebten Rennen und galt als Favorit: Wulf Isebrand, auf der Fichtenhainrennbahn getauft und mit Heiner Christiansen schon ab und zu erfolgreich. Zehn Besitzer müssen sich die Gewinnsummen des Wallachs allerdings teilen, unter ihnen Kreispräsident Karsten Peters und UWD-Chef Volker Schuster. Da bleibt nach Abzug aller Kosten nicht viel übrig, wie Schuster erzählt. Zumal die ganz großen Erfolge wohl auch noch nicht eingefahren wurden - für Schuster kein Wunder: Wulf Isebrand wurde kastriert, „und das macht man mit einem Dithmarscher nicht!“ Auch gestern galoppierte Wulf Isebrand und wurde disqualifiziert. Für den Tellingstedter Karsten Jasper hat der Wahlkampf längst begonnen: Der CDU-Kandidat für die Landtagswahlen im nächsten Jahr hat einen Preis ausgelobt und startete beim Gästefahren. Noch-Abgeordneter Berndt Steincke und der CDU-Kandidat für Dithmarschen-Süd, Jens-Christian Magnussen, beobachteten das Rennen lieber von außen. Jaspers SPD-Gegenkandidat Detlef Buder blieb ob des Wahlkampfauftritts gelassen und gab einen Wettschein ab. Buder setzte allerdings nicht auf Jasper - und lag damit richtig. Jaspers Pferd startete zwar furios, brach dann aber ein. Ein Original: Heinrich Tack, Landwirt aus Ostholstein, war zum ersten Mal in Heide an den Start gegangen - und gewann als Außenseiter mit Galette das dritte Rennen. Er habe vorher ein wenig auf der Koppel geübt, gestand Tack nach dem Rennen, mit dem er manchem Zocker eine Freude bereitete: Für 10 Euro auf Tacks Sieg gab es 174 heraus. |